SAP MM Rechnungsprüfung mit MIRO — 3-Way-Match in S/4HANA einfach erklärt
Stell dir folgende Situation vor: Auf deinem Schreibtisch landet eine Lieferantenrechnung über 24.780 EUR. Die Buchhaltung möchte wissen, ob sie zur Auszahlung freigegeben werden kann. Wurde die Ware wirklich angeliefert? Deckt sich der Rechnungspreis mit der Bestellung? Und werden die Mengen korrekt im System verbucht — oder hängt am Ende ein Restsaldo auf einem Verrechnungskonto? Genau diese Fragen beantwortet die Logistik-Rechnungsprüfung in SAP MM (UC_MM_S42023) mit der Transaktion MIRO und dem bewährten 3-Way-Match.
Wenn du den Beschaffungsprozess in S/4HANA verstehen willst, musst du wissen, wie SAP eingehende Rechnungen prüft, bucht und gegebenenfalls für die Zahlung sperrt. In diesem Artikel lernst du:
- was die Logistik-Rechnungsprüfung leistet — und was sie ausdrücklich nicht macht
- welche drei Belege im 3-Way-Match miteinander verglichen werden
- wie das WE/RE-Verrechnungskonto den Wareneingang mit der Rechnung verklammert
- wie du eine Rechnung in MIRO Schritt für Schritt erfasst
- welche Toleranzen das System prüft und welche Sperrgründe zur Zahlungssperre führen
- worauf du in der MM-Anwenderzertifizierung achten musst
Was ist die Logistik-Rechnungsprüfung in SAP MM?
Die Logistik-Rechnungsprüfung ist der dritte und letzte große Schritt im operativen Beschaffungsprozess. Nach dem Anlegen der Bestellung mit ME21N und dem Buchen des Wareneingangs mit MIGO erfasst du in der Logistik-Rechnungsprüfung die eingegangene Lieferantenrechnung, prüfst sie auf sachliche, preisliche und rechnerische Richtigkeit und buchst sie ins System. Dabei werden gleichzeitig ein Rechnungsbeleg (MM-Beleg) und ein Buchhaltungsbeleg (FI-Beleg) erzeugt — beide sind eigenständig, aber verknüpft.
Wichtig für die Prüfung: Die Logistik-Rechnungsprüfung kümmert sich ausschließlich um die Prüfung und das Buchen. Sie ist nicht verantwortlich für die tatsächliche Zahlung oder die Auswertung offener Verbindlichkeiten — das übernimmt die Finanzbuchhaltung (FI). Diese saubere Trennung ist ein klassisches Konzept, das in Multiple-Choice-Fragen gerne abgefragt wird.
In S/4HANA gibt es zwei Wege, eine Rechnung zu erfassen:
- Klassische GUI-Transaktion MIRO ("Eingangsrechnung hinzufügen") — die Einbildtransaktion für die Logistik-Rechnungsprüfung. Sie wird über den SAP-Easy-Access-Pfad Logistik → Materialwirtschaft → Logistik-Rechnungsprüfung → Belegerfassung aufgerufen.
- SAP-Fiori-App "Lieferantenrechnung anlegen" — die moderne Variante im Launchpad, mit identischer Logik im Hintergrund.
Beide Wege führen zum selben Ergebnis: zu einem gebuchten Rechnungsbeleg mit Bezug zu Bestellung und Wareneingang.
Die drei Belege im 3-Way-Match
Der Begriff 3-Way-Match beschreibt das Grundprinzip der Rechnungsprüfung: Drei Belege werden miteinander abgeglichen, und nur wenn alle drei zusammenpassen, läuft die Rechnung sauber durch. Das System zieht die Vorschlagswerte automatisch aus der Bestellung und dem Wareneingang — du musst sie nur noch mit der Papierrechnung deines Lieferanten vergleichen.
| Beleg | Quelle | Was wird geprüft? |
|---|---|---|
| Bestellung | Einkauf (ME21N / Fiori "Bestellung anlegen") | Bestellpreis, bestellte Menge, Lieferant, Steuerkennzeichen, Zahlungsbedingungen |
| Wareneingang | Lager / Wareneingang (MIGO / Fiori "Wareneingang buchen") | gelieferte Menge, Lieferdatum, Lieferscheinnummer, Werk/Lagerort |
| Lieferantenrechnung | Logistik-Rechnungsprüfung (MIRO / Fiori "Lieferantenrechnung anlegen") | Rechnungspreis, fakturierte Menge, Bruttobetrag, Referenznummer, Rechnungsdatum |
Wenn Bestellpreis, Wareneingangspreis und Rechnungspreis identisch sind und auch die Mengen übereinstimmen, ist die Welt in Ordnung. Der Saldo in MIRO geht auf null und du kannst buchen. In der Realität gibt es allerdings fast immer kleine Abweichungen — und genau hier setzen Toleranzen und Sperrgründe an, dazu gleich mehr.
Die Buchung beim Wareneingang: das WE/RE-Verrechnungskonto
Um zu verstehen, was MIRO bucht, musst du zuerst verstehen, was MIGO bucht. Beim bewerteten Wareneingang zu einer Bestellposition für Lagermaterial passiert nämlich Folgendes:
- Sollbuchung auf dem Bestandskonto mit dem Betrag "Wareneingangsmenge × Bewertungspreis"
- Habenbuchung auf dem WE/RE-Verrechnungskonto (in vielen Kontenplänen z. B. Sachkonto 4500) mit dem Betrag "Wareneingangsmenge × Bestellpreis"
Das WE/RE-Verrechnungskonto (Wareneingangs-/Rechnungseingangs-Verrechnungskonto) ist das zentrale Bindeglied zwischen Materialwirtschaft und Finanzbuchhaltung. Es ist ein Übergangskonto: Wenn die Ware angekommen ist, aber die Rechnung noch fehlt, hat das System auf diesem Konto eine offene Verbindlichkeit. Sobald die Rechnung mit MIRO gebucht wird, gleicht das System das WE/RE-Konto wieder aus.
Wird ein Material mit Preissteuerung Standardpreis (S) eingebucht, ergibt sich die folgende beispielhafte Wareneingangsbuchung (Bestellung über 25 ST zu je 88 EUR, hinterlegter Standardpreis 110 EUR):
| Sachkonto | Bezeichnung | Soll | Haben |
|---|---|---|---|
| 3001 | Bestand Handelswaren | 2.750,00 EUR | |
| 4500 | WE/RE-Verrechnungskonto | 2.200,00 EUR | |
| 8001 | Ertrag aus Preisdifferenzen Fremderzeugnisse | 550,00 EUR |
Auf dem Bestandskonto landet der Wert zum Standardpreis, das WE/RE-Konto bekommt den Bestellpreis und die Wertdifferenz wandert auf das Preisdifferenzenkonto. Anders bei Materialien, die mit Gleitendem Durchschnittspreis (V) gesteuert werden: Dort fließt die Differenz direkt in das Bestandskonto ein, und der Durchschnittspreis im Materialstamm wird automatisch neu ermittelt.
Die Buchung der Lieferantenrechnung mit MIRO
Wenn du jetzt mit MIRO die zugehörige Lieferantenrechnung erfasst, kehrt sich die Logik um. Das System zieht den Bestellbezug, schlägt die offene Wareneingangsmenge vor und vergleicht den Rechnungsbetrag mit dem, was beim Wareneingang auf dem WE/RE-Konto stehen geblieben ist.
Die Einbildtransaktion MIRO ist in mehrere Bildbereiche unterteilt:
- Vorgang: Hier wählst du, ob du eine Rechnung, eine Gutschrift, eine nachträgliche Belastung oder eine nachträgliche Entlastung erfasst.
- Kopfdaten: Rechnungsdatum, Referenz (= Rechnungsnummer des Lieferanten), Bruttobetrag, Steuerbetrag mit Steuerkennzeichen, Buchungskreis.
- Zuordnung / Bestellbezug: Hier verknüpfst du die Rechnung mit Bestellung, Lieferschein oder Frachtbrief.
- Rechnungspositionen: Liste aller vorgeschlagenen Positionen — markiert (gelb unterlegt) sind die zu buchenden Zeilen.
- Lieferantendaten: Detaildaten zum Rechnungssteller aus dem Kreditorenstammsatz.
- Saldo / Ampel: Grün heißt buchbar, gelb heißt buchbar mit Zahlungssperre, rot heißt nicht buchbar.
Beim Buchen passieren drei Dinge gleichzeitig:
- Das WE/RE-Verrechnungskonto wird zum Bestellpreis wieder ausgeglichen (Sollbuchung).
- Das Kreditorenkonto wird zum Rechnungspreis (brutto) fortgeschrieben (Habenbuchung).
- Eventuelle Differenzen zwischen Bestell- und Rechnungspreis werden — je nach Preissteuerung des Materials — auf das Bestandskonto oder auf ein Preisdifferenzenkonto gebucht.
Ein schlichtes Buchungsbeispiel ohne Preisabweichung (Rechnung über 2.618 EUR brutto, davon 238 EUR Vorsteuer, 25 ST Material zu je 88 EUR + 180 EUR ungeplante Frachtkosten):
| Sachkonto | Bezeichnung | Soll | Haben |
|---|---|---|---|
| 4500 | WE/RE-Verrechnungskonto | 2.200,00 EUR | |
| 5050 | Aufwand aus Preisdifferenzen | 180,00 EUR | |
| 1576 | Vorsteuer (VST) | 238,00 EUR | |
| 4400 | Kreditor (Lieferantenkonto) | 2.618,00 EUR |
Tipp aus der Praxis: Bevor du Buchen drückst, wähle in MIRO immer Simulieren. Das System zeigt dir dann genau, welche Konten mit welchen Beträgen bebucht werden. Wenn der Saldo dabei nicht null ist, stimmt etwas nicht — entweder mit dem Bruttobetrag, dem Steuerkennzeichen oder einer Positionsmenge.
Ein häufiges Missverständnis am Rande: Das Kennzeichen Buchung OK in MIRO ist nicht dasselbe wie das OK-Kennzeichen in MIGO. In MIRO markiert es nur, dass eine Position bereits geprüft wurde — auf das tatsächliche Buchen einer Position hat es keinen Einfluss.
Toleranzen und Sperrgründe — wann sperrt das System eine Rechnung?
In der Praxis weicht der Rechnungsbetrag eines Lieferanten fast immer minimal von der Bestellung oder vom Wareneingang ab — sei es durch Rundungsdifferenzen, Frachtkosten oder Preisänderungen. SAP arbeitet deshalb mit Toleranzen, die im Customizing der Logistik-Rechnungsprüfung definiert werden. Liegt eine Abweichung innerhalb der Toleranz, wird die Rechnung normal gebucht. Liegt sie außerhalb, bucht das System die Rechnung trotzdem — setzt aber automatisch eine Rechnungssperre (gelbe Ampel im Saldo-Bereich).
Die wichtigsten Toleranzschlüssel, die du im Hinterkopf haben solltest:
| Toleranz | Was wird geprüft? | Typische Sperre |
|---|---|---|
| Preisabweichung (PP / PS) | Differenz zwischen Bestellpreis und Rechnungspreis pro Mengeneinheit | Preisliche Sperre |
| Mengenabweichung (DQ) | Rechnungsmenge gegen offene Wareneingangsmenge | Mengenmäßige Sperre |
| Termin- / Datumsabweichung (ST) | Rechnungsdatum gegen geplantes Lieferdatum | Terminsperre |
| Betragsabweichung Positionsbetrag (AP) | Rechnungssumme einer Position gegen erwarteten Betrag | Betragssperre |
| Bestellpreismenge (BR / BW) | Abweichung zwischen Bestellpreismenge und Rechnungsmenge | Manuelle Sperre möglich |
Eine gesperrte Rechnung ist gebucht und damit im System sichtbar — aber die Finanzbuchhaltung darf sie nicht zur Zahlung freigeben, solange die Sperre aktiv ist. Geprüft und manuell freigegeben werden gesperrte Rechnungen über die Transaktion MRBR ("Gesperrte Rechnungen freigeben") oder über die entsprechende Fiori-App. Erst dann fließt das Geld.
Zusätzlich gibt es manuelle Sperrgründe, die ein Sachbearbeiter direkt in MIRO setzen kann — etwa bei sachlichen Klärungsfällen, fehlender Qualität oder offenen Reklamationen. Auch hier gilt: gebucht ja, gezahlt nein.
Typische Abweichungen und ihre Lösung
Im Tagesgeschäft begegnen dir immer wieder dieselben Konstellationen. Hier ein Überblick, wie SAP damit umgeht und was du als Anwender tun musst:
- Rechnungspreis höher als Bestellpreis (innerhalb Toleranz): Die Rechnung wird gebucht. Bei Material mit Standardpreis landet die Differenz auf dem Konto "Aufwand aus Preisdifferenzen". Bei gleitendem Durchschnittspreis wird der Materialstamm neu bewertet — der Bestand wird teurer.
- Rechnungspreis höher als Bestellpreis (außerhalb Toleranz): Die Rechnung wird gebucht, aber zur Zahlung gesperrt. Klärung mit dem Lieferanten, dann Freigabe in MRBR.
- Rechnungsmenge größer als gelieferte Menge: Mengenabweichung. Entweder ist eine weitere Lieferung in Anlieferung — oder der Lieferant hat falsch fakturiert. Bei Mengenüberschreitung über der Toleranz bleibt die Rechnung gesperrt.
- Frachtkosten auf der Rechnung, aber nicht in der Bestellung: In MIRO als ungeplante Bezugsnebenkosten erfassen. Das System verteilt sie automatisch auf die Positionen.
- Rechnung kommt vor dem Wareneingang an: Möglich, aber gefährlich — der Saldo bleibt offen auf dem WE/RE-Konto. Üblicherweise kümmert sich der Einkauf um die Reihenfolge: erst Wareneingang, dann Rechnung.
- Nachträgliche Belastung / Entlastung: Wenn der Lieferant nachträglich Preisänderungen geltend macht, erfasst du in MIRO eine "nachträgliche Belastung" oder "nachträgliche Entlastung". Eine vollständige Stornorechnung ist die Gutschrift.
Hilfreich ist außerdem die Bestellentwicklung: In jedem Bestellbeleg kannst du die Registerkarte Bestellentwicklung öffnen und sehen, wie viel bereits geliefert und wie viel bereits berechnet wurde. Das ist die schnellste Methode, um die Konsistenz von Wareneingang und Rechnung zu prüfen.
Warum die Rechnungsprüfung prüfungsrelevant ist
In der MM-Anwenderzertifizierung kommen Fragen zur Rechnungsprüfung praktisch in jeder Klausur vor — und sie sind genau die Fragen, bei denen Kandidaten regelmäßig Punkte verschenken. Warum? Weil sie das Zusammenspiel von Bestellung, Wareneingang und Rechnung nur oberflächlich verstehen.
Die SAP-Prüfung testet vor allem drei Dinge:
- Belegfluss-Verständnis: Welche Belege werden in welcher Reihenfolge erzeugt? Welcher Beleg ist führend? Was passiert, wenn ein Schritt fehlt?
- Buchungslogik: Welches Konto wird in welcher Situation im Soll, welches im Haben gebucht? Wann wird das WE/RE-Verrechnungskonto belastet, wann ausgeglichen? Wie verhält sich Standardpreis vs. gleitender Durchschnittspreis bei Preisabweichungen?
- Steuerung über Customizing: Welche Auswirkung haben Toleranzen, Sperrgründe und Kennzeichen wie "WE-bezogene Rechnungsprüfung" oder "Unbewerteter Wareneingang"?
Ein klassischer Stolperstein: In Multiple-Choice-Fragen wird gerne behauptet, die Logistik-Rechnungsprüfung "zahlt die Rechnung" oder "verwaltet offene Posten". Beides ist falsch — das ist Aufgabe der FI. Wer hier sauber unterscheidet, gewinnt schnell zwei oder drei Punkte.
Beispielfragen im Stil der MM-Anwenderzertifizierung:
- Welche Vorgänge können Sie in der Einbildtransaktion MIRO erfassen? (Mehrfachauswahl)
☐ Rechnung — ☐ Gutschrift — ☐ Nachträgliche Belastung — ☐ Nachträgliche Entlastung — ☐ Wareneingang
Antwort: Rechnung, Gutschrift, nachträgliche Belastung und nachträgliche Entlastung. Ein Wareneingang wird mit MIGO gebucht, nicht mit MIRO. - Was passiert beim Buchen einer Lieferantenrechnung mit MIRO? (Mehrfachauswahl)
☐ Das WE/RE-Verrechnungskonto wird ausgeglichen. — ☐ Das Kreditorenkonto wird belastet. — ☐ Das Kreditorenkonto wird im Haben fortgeschrieben. — ☐ Es wird ein Materialbeleg erzeugt.
Antwort: Das WE/RE-Konto wird ausgeglichen und das Kreditorenkonto im Haben fortgeschrieben. Ein Materialbeleg wird nicht erzeugt — das ist Aufgabe von Warenbewegungen. - Eine Rechnung weicht im Preis um 12 % vom Bestellpreis ab. Die Toleranz beträgt 5 %. Was passiert?
Antwort: Die Rechnung wird gebucht, aber automatisch zur Zahlung gesperrt. Die Freigabe erfolgt manuell über die Transaktion MRBR. - Welche Aussage zur Logistik-Rechnungsprüfung ist richtig?
A) Sie wickelt die Zahlung der Rechnung ab.
B) Sie erfasst und prüft Rechnungen und erzeugt Rechnungs- und Buchhaltungsbeleg.
C) Sie ist Bestandteil der Finanzbuchhaltung (FI).
Antwort: B. Die Zahlung und die Verwaltung offener Posten sind Aufgaben der Finanzbuchhaltung — nicht der Logistik-Rechnungsprüfung. - Bei einem Wareneingang zu einer Bestellung mit Standardpreis-Steuerung: Auf welches Konto wird die Differenz zwischen Bestell- und Standardpreis gebucht?
Antwort: Auf das Preisdifferenzenkonto (Ertrag/Aufwand aus Preisdifferenzen Fremderzeugnisse). Das Bestandskonto wird ausschließlich zum Standardpreis fortgeschrieben. - Sie erfassen eine Rechnung in MIRO und sehen am unteren Bildschirmrand eine gelbe Ampel und einen Saldo von null. Was bedeutet das?
Antwort: Die Rechnung ist rechnerisch korrekt (Saldo = 0) und kann gebucht werden, das System wird sie beim Buchen jedoch zur Zahlung sperren — etwa wegen einer Preis- oder Mengenabweichung außerhalb der Toleranz. - Welcher Beleg verbindet bei der Logistik-Rechnungsprüfung den MM-Bereich mit der Finanzbuchhaltung?
Antwort: Beim Buchen einer Rechnung werden gleichzeitig ein Rechnungsbeleg (MM) und ein Buchhaltungsbeleg (FI) erzeugt. Beide sind eigenständig, aber über Belegnummer und Buchungskreis miteinander verknüpft.
Wenn du diese sieben Fragen sicher beantworten kannst, hast du das Wichtigste zum Thema im Kasten — und kannst dich auf andere Themen der MM-Zertifizierung UC_MM_S42023 konzentrieren.
Fazit
Die Logistik-Rechnungsprüfung mit MIRO ist das Bindeglied zwischen Einkauf, Lager und Buchhaltung. Sie sorgt dafür, dass das Unternehmen nur das bezahlt, was tatsächlich bestellt und geliefert wurde — und dass das WE/RE-Verrechnungskonto am Ende des Prozesses wieder auf null steht. Der 3-Way-Match aus Bestellung, Wareneingang und Rechnung ist dabei das Grundprinzip; Toleranzen und Sperrgründe sorgen dafür, dass nur saubere Rechnungen automatisch zur Zahlung gehen.
Für die Anwenderzertifizierung solltest du drei Dinge im Kopf haben: erstens die klare Aufgabenteilung zwischen MM (prüfen und buchen) und FI (zahlen), zweitens die Buchungslogik rund um das WE/RE-Verrechnungskonto, und drittens den Unterschied zwischen Standardpreis und gleitendem Durchschnittspreis bei der Behandlung von Preisabweichungen. Wer diese drei Bausteine sicher beherrscht, hat in den entsprechenden Prüfungsfragen einen klaren Vorteil.
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Die Inhalte dieses Artikels beziehen sich auf die offizielle SAP-Zertifizierung (UC_MM_S42023). Den verbindlichen, aktuellen Stand – Prüfungsaufbau, Themen und Voraussetzungen – findest du direkt bei SAP:
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